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Schiedsrichter-Gruppe Homburg/Saar

Events 2016

Ostsaar Lehrgang 17./18.06.2016

Wieder   einmal   war   zum   Besuch   des   alljährlichen   Ostsaarlehrganges   aufgerufen   worden   und   viele   Kameradinnen   und   Kameraden   aus   den Schiedsrichtergruppen    des    Ostsaarkreises    waren    dem    Aufruf    gefolgt.    So    fanden    sich    am    Freitagmorgen    des    17.    Juni    bereits    etliche Schiedsrichter   auf   dem   Gelände   der   Hermann-Neuberger   Sportschule   ein,   um   gemeinsam   den   diesjährigen   Lehrgang   zu   bestreiten.   Weitere stießen   im   Laufe   des   Tages   hinzu,   sodass   man   von   rund   60   Personen   jedes   Semesters   sprechen   kann,   die   am   Lehrgang   teilgenommen haben. Nach   dem   ersten   Sammeln   und   der   Begrüßung   durch   Kreisschiedsrichterobmann   Klaus   Weber   und   Kreisschiedsrichterlehrwart   Thomas Knoll   ging   es   auch   gleich   an   das,   was   die   Gemeinschaft   der   Schiedsrichter   am   liebsten   tut:   an   die   körperliche   Ertüchtigung.   So   spaltete   sich die   Gruppe   für   die   ersten   anderthalb   Stunden   auf.   Die   einen   offenbarten   ihr   fußballerisches   Talent   beim   gemeinsamen   Kicken,   während   die anderen   ihre   körperliche   und   geistige   Fitness   bei   der   Absolvierung   der   Leistungsprüfung   der   Leistungsklasse   II   bewiesen.   Dabei   tat   auch   der Himmel,   der   seine   Schleusen   weit   öffnete,   dem   Treiben   keinen   Abbruch,   schließlich   können   Platzregen   und   Kälte   einem   Schiedsrichter   nur ein   müdes   Lächeln   abgewinnen.   Nach   dem   anschließenden   Duschen   folgte   die   zweitliebste   Beschäftigung   eines   jeden   Schiedsrichters,   das Mittagessen.   Frisch   gestärkt   und   gut   gelaunt   ging   es   dann   zum   ersten   Block   der   Lehrarbeit.   So   stellten   Klaus   Weber   und   Thomas   Knoll   die aktuelle   Lage   des   Ostsaarkreises   dar,   wobei   durchaus   auch   auf   zukünftige   Probleme   und   Gefahren   hingewiesen   wurde,   was   dann   auch   gleich zu   regen   Diskussionen   führte.   Als   Resümee   dieser   Ausführungen   bleibt   festzuhalten,   dass   wir   uns   verbessern   müssen,   um   auf   dem   guten Weg zu bleiben, den wir momentan gemeinsam beschreiten. Danach   folgte   die   Sichtung   des   EM-Spieles   Italien   -   Schweden   und   die   Analyse   der   Leistung   des   Schiedsrichtergespannes.   Hierzu   bekam   jeder Kamerad    einen    aktuellen    Bewertungsbogen    und    einen    Schreibblock,    um    während    des    Spiels    Notizen    anzufertigen    und    den    Bogen auszufüllen.   In   der   Halbzeitpause   sprintete   die   Gruppe   in   Rekordzeit   zur   Kantine,   um   sich   an   Kaffee   und   Kuchen   zu   erfreuen   und   rechtzeitig für   die   zweite   Halbzeit   wieder   im   Seminarraum   zu   sein.   Nachdem   das   doch   recht   bescheidene   Spiel   dann   sein   Ende   gefunden   hatte,   folgte die   Analyse   der   Leistung   des   Schiedsrichters   und   seinem   Team   aus   Ungarn.   Hierzu   gab   es   zum   Teil   sehr   unterschiedliche   Meinungen,   was wiederum   zu   lebhaften   und   konstruktiven   Diskussionen   führte,   die   zeigten,   dass   jeder   seine   eigene   und   berechtigte   Sichtweise   hat   und   diese auch   zu   Recht   vertritt.   Nach   diesem   spannenden   Programmpunkt   fanden   sich   die   Teilnehmer   beim   gemeinsamen   Abendessen   ein,   wo   das Spiel    weiter    fachkundig    analysiert    wurde.    Anschließend    konnte    der    erste    Referent    des    Lehrganges    begrüßt    werden.    So    präsentierte Verbandsschiedsrichterlehrwart   Heiner   Müller   die   umfangreichen   Regeländerungen,   die   taufrisch   ins   Deutsche   übersetzt   erst   wenige   Tage zuvor   auf   einer   dreistündigen   DFB-Tagung   vorgestellt   worden   waren.   Um   den   Rahmen   des   Lehrganges   nicht   zu   sprengen   und   die   Teilnehmer am   Ende   eines   ereignisreichen   Tages   nicht   zu   überlasten,   wurde   sich   auf   die   wesentlichen   Änderungen   beschränkt.   Doch   auch   diese   hatten es   in   sich   und   führten   zu   diversen   Nachfragen   und   Bedenken,   ob   die   eine   oder   andere   Änderung   in   der   Praxis   so   einfach   umgesetzt   werden könne.   Neben   beispielsweise   der   trivialen   Änderung   der   Spielrichtung   beim   Anstoß   wurde   schließlich   auch   auf   die   neue   Regelung   der „Notbremse“   im   Strafraum   und   deren   Auslegung   in   der   Praxis   eingegangen,   was   gerade   zu   Beginn   der   neuen   Saison   etwas   Eingewöhnung erfordern   dürfte.   Mit   dem   Hinweis   auf   die   Referenten   beim   ersten   Lehrabend   der   Saison,   die   nochmal   auf   dieses   Thema   eingehen   werden, beendete    Heiner    Müller    seinen    tagesaktuellen    und    für    alle    Schiedsrichter    relevanten    Vortrag    und    wurde    von    der    Gruppe    noch    zum gemütlichen   Beisammensein   eingeladen.   Der   Ausklang   des   Abends   erfolgte   mit   dem   gemeinsamen   Anschauen   des   dritten   EM-Spieles   des Tages    Spanien    -    Türkei    und    dem    traditionellen    Lyoner-Essen.    Für    das    leibliche    Wohl    war    gesorgt    und    es    zeigte    sich,    wie    stark    der Zusammenhalt   und   wie   lebendig   die   Gemeinschaft   des   Ostsaarkreises   ist.   Es   wurden   Lagerfeuergeschichten   erzählt,   Gesellschaftsspiele gespielt   und   gerade   der   Erfahrungsaustausch   zwischen   den   jüngeren   und   den   älteren   Kameraden   traf   auf   fruchtbaren   Boden,   sodass   ein gelungener Tag dann in der Nacht zum Samstag sein Ende fand. Am   zweiten   Tag   des   Lehrganges   war   das   Referat   von   Christoph   Dostert   über   Gewaltprävention   im   Fußball   angesetzt,   doch   leider   hatte   Herr Dostert   tags   zuvor   einen   Unfall   erlitten,   weswegen   der   Vortrag   ausfallen   musste.   An   dieser   Stelle   alles   Gute   an   den   werten   Kollegen.   So musste   aus   dem   Stehgreif   ein   Alternativprogramm   erarbeitet   werden,   doch   auch   dies   stellte   die   Gruppe   nicht   vor   sonderliche   Probleme.   So wurde   nach   dem   Frühstück   eine   weitere   Fußballeinheit   angesetzt.   Tatsächlich   fanden   dann   auch   22   wackere   und   mehr   oder   minder   frische Kameradinnen   und   Kameraden   frühmorgens   ihren   erneuten   Weg   auf   den   Kunstrasenplatz,   um   wieder   dem   runden   Leder   hinterherzujagen. Unterdessen   krempelten   die   restlichen   Teilnehmer   ihre   Ärmel   hoch   und   sorgten   dafür,   dass   der   Seminarsaal   für   den   letzten   Programmpunkt bereitstand.   Dieser   bestand   darin,   über   das   Vergangene   zu   resümieren   und   einen   Ausblick   auf   das   Kommende   zu   werfen.   Mit   durchweg positiver   Resonanz   endete   dann   der   Lehrgang.   Nach   dem   abschließenden   gemeinsamen   Mittagessen   trennten   sich   die   Wege   und   die zahlreichen   Teilnehmer   traten   nach   und   nach   ihre   Heimreise   an.   Mit   der   Gewissheit,   Teil   einer   lebenden   Gemeinschaft   zu   sein   und   nach anderthalb   lehrreichen   Tagen   sich   persönlich   und   als   Schiedsrichter   ein   Stück   weit   verbessert   zu   haben,   und   ein   wenig   besser   gewappnet   zu sein gegen die Herausforderungen der Arbeit als Schiedsrichter. 18.06.2016 - Pascal Polster